Beschreibung
Die CD „InnenLeben„ lässt sich nicht mit wenigen Worten beschreiben, denn sie ist ganz vieles:
– sie enthält ein berührendes und unterhaltsames musikalisches Werk in vier Sätzen (plus verschiedenen Bonusaufnahmen),
– sympathisch und beeindruckend gespielt von dem wundervollen Lotus Quartett
– sie ist ein Herzensprojekt von Dr. Michael Bohne und dem mit ihm befreundeten Komponisten Matthias Düe
– und – so könnte man es vielleicht formulieren – enthält eine vielschichtige musikalische Vertonung von PEP
– und darüberhinaus ist sie eine Einladung an die Hörer:innen, die Musik ganz frei und neu für sich selbst zu entdecken.
Die CD „InnenLeben“ enthält folgende Stücke, komponiert von Matthias Düe:
1. Moderato
2. semplice
3. Scherzo Presto – Trio
4. Vivace
5. Ich hab heut Nacht geträumet, Streichquartettsatz (2022)
6. Tango de haricot, Streichquartett (2023)
7. Ciacona canonica a 4, Streichquartett (2021) [Livemitschnitt]
8. Bonus I: Improvisation, InnenLeben, Trio
9. Bonus II: Improvisation, InnenLeben, Trio
Das Streichquartett hat eine ganz besondere, persönliche Entwicklungsgeschichte, die Dr. Michael Bohne und Komponist Matthias Düe im beiliegenden 14 seitigen Booklet erläutern.
Dr. Michael Bohne zu dem Werk „InnenLeben“ (Ausschnitte aus dem Booklet):
„Matthias Düe hat dann angeregt durch meine Ideen das Streichquartett InnenLeben komponiert. Mich hat die Komposition sofort tief berührt, nicht nur, da für mich die Vielschichtigkeit von PEP mit den Wechseln von Leichtigkeit, Tiefgang, Humor und Berührung herauszuhören war, sondern auch, da die unterschiedlichen emotionalen Zustände, die wir in Psychotherapien sehen, abgebildet schienen. Somit passte für mich auch der Name InnenLeben sehr.“
„Für mich persönlich ist diese Entstehungsgeschichte natürlich wichtig. Das nun vorliegende und hier erklingende Streichquartett braucht aber diese Entstehungsgeschichte nicht wirklich. Matthias Düe hat eine Komposition vorgelegt, die für sich alleine spricht und diese Entstehungsgeschichte nicht braucht, ja losgelöst von der Geschichte ein Eigenleben hat und mit dem Innenleben der HörerInnen in Resonanz tritt.“
Dr. Michael Bohne zu der Verbindung von Musik und der von ihm entwickelten Psychotherapiemethode PEP:
„Genauso wie in der Musik arbeiten wir in der Psychotherapiemethode PEP mit den Phänomenen Rhythmus und Beat, mit konkreten physikalischen Perkussionen (Klopfen von Körperpunkten), mit konkreten meist belastenden Themen und deren Variationen, wir nutzen Pausen, wir haben Linien und Gegenlinien und nutzen klare kompositorische Abläufe, wir arbeiten mit Reminiszenzen aus der Vergangenheit und Ausblicken in die Zukunft. Ein wesentlicher Baustein von PEP liegt auch in der Erarbeitung von individuellen Kraftsätzen für die KlientInnen, durch die vorhandene Ressourcen mit zukünftigen Herausforderungen verknüpft werden. Diese Kraftsatzentwicklung stellt überdies eine kunsthandwerkliche, wenn nicht sogar künstlerische Sprachkomposition im psychotherapeutischen – bzw. Coachingprozess dar. Diese Sätze müssen berühren und emotional stärkende Reaktionen verursachen, die physiologisch bei den KlientInnen sicht- und messbar sind. Hier werden der Wortklang und die Kraftsatzmelodik häufig zu Musik.“
Für alle, die sich fragen, wie und wo man Klopftechnik in den vier Sätzen besonders gut hören kann, schreibt Komponist Matthias Düe (nachzulesen im beliegenden Booklet):
„Im dritten Satz des Streichquartetts InnenLeben werden die Instrumente unter anderem mit den Fingern beklopft. Da bei einer Aufnahme Passagen in der Regel mehrmals gespielt werden müssen, kann das für Finger und Hände strapaziös oder gar schmerzhaft werden. Aus diesem Grund hatte ich das Vergnügen nicht nur als Komponist, sondern auch als aktiver Musiker an der Aufnahme teilnehmen zu können. Ich beklopfte die Schnecke des Cellos und stellte fest, dass das durchaus schmerzhaft für meine Fingergelenke war. Als Komponist, der durchaus ein Streich- instrument beherrscht, habe ich so wieder etwas dazu gelernt.“
Aus dem Geleitwort von Prof. Andreas N. Tarkman:
„Mit InnenLeben ist Düe ein intelligentes, bewegendes und überzeugendes Streichquartett gelungen, souverän und überraschend in der Verarbeitung des kompositorischen Materials, gleichzeitig aber auch berührend durch die unverstellte Einfachheit und Schönheit langsamer Passagen. Überhaupt hat der Komponist in seinem Streichquartett die klassischen Formen sehr eigen respektiert und – ohne zu übertreiben – meisterhaft entwickelt. Sein Werk steckt voller intelligenter Überraschungen, die sich auch einem interessierten Hörer ohne elitäres Fachwissen mühelos erschließen.“
Ich selbst habe das Streichquartett bereits zwei Mal live erlebt (u. a. die Uraufführung bei der Konferenz „Reden reicht nicht!? 2022 in Würzburg) und kann bestätigen, dass mich diese Musik tief berührt (und auch erheitert) hat.








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